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Der Märzenbecherwald

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Ein besonders seltenes Spiel der Natur kann man alljährlich zwischen Ende Februar und Anfang April am Albrand zwischen Ettenstatt und Kaltenbuch beobachten. Wie ein Teppich breiten sich dort zwischen Laubbäumen Tausende von leuchtenden Frühlingsknotenblumen mit ihren dunkelgrünen Blättern aus.

 

Botaniker führen das Ereignis auf den sumpfigen Moorboden zurück, der dem Zwiebelgewächs sehr gut bekommt. Der Märzenbecherwald verdankt seinen Namen dem Vorkommen der Frühlingsknotenblume, im Volksmund auch "Märzenbecher" genannt. Es handelt sich um den größten Bestand im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im südlichen Mittelfranken. Dass man die Blumen weder pflücken noch ausgraben darf, versteht sich von selbst. Auch sollten Besucher keinesfalls von den ausgeschilderten Gehwegen abweichen, die Blumen würden sonst schnell zertrampelt werden und dieses einmalige Naturdenkmal Schaden erleiden. Der Märzenbecher (Leucojum vernum L.) blüht manchmal (je nach Witterung) sehr früh.

 

Der Laubwald lässt im Frühjahr das Sonnenlicht bis auf die keimenden Frühlingsblüher durch. In ihrer kurzen Entwicklung entfalten sie die Blüten noch vor dem Austrieb der Bäume. Die weiße Blütenpracht wird von Bienen bestäubt, beim Ausbleiben der Insekten findet eine Selbstbefruchtung statt. Die Pfanze enthält ein giftiges Alkaloid. Sie liebt den sickerfeuchten Standort unter den Laubgehölzen.

 

Auch ihre Verwandtschaft mit dem bekannteren Schneeglöckchen erkennt man an Blatt und Blüte. Der Bestand dieses attraktiven Frühblühers ist jedoch gefährdet.

 

Um den Hang in seiner jetzigen Vielfalt zu erhalten, wurde der Wald 1988 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.